Von Hamburg nach Stuttgart: Ein Freundschaftsabend in der Stadt


Einladung am Freitagmittag

Von Hamburg nach Stuttgart: Ein Freundschaftsabend in der Stadt begann mit einer spontanen Einladung. Ein paar US‑Kollegen aus anderen Abteilungen, die ich nur vom Sehen kannte, meinten lachend, ich solle vorbeikommen, es würde mir gefallen. Es wirkte, als wären alle willkommen.

Frühling in Stuttgart

Nach einem langen Winter war dies der erste wirklich milde Freitagabend. Stuttgart roch nach Frühling und die Luft war angenehm.

Ein Freund aus Hamburg

Normalerweise war ein Freitag in einer neuen Stadt eher öde. Kaum Freunde, höchstens Bekannte. Doch diesmal fügte sich der Zufall: Ein guter Freund aus Hamburg blieb übers Wochenende in Stuttgart. Eigentlich ist er nur dienstags bis donnerstags da, da er in Hamburg lebt und arbeitet.

Plan B Downtown

Ich schlug wie immer einen Stopp beim Burgerladen vor. Er war kein Fan von Fast Food. Also Plan B: Ich war zu einer Party in der Innenstadt eingeladen. Dort gab es Essen und Getränke. Wir konnten mit der Bahn fahren und uns ein Bier gönnen. Er zögerte, doch ich bestand darauf. Wir würden hingehen, Hallo sagen, essen, trinken und wenn es nicht passte, höflich weiterziehen.

Partystimmung

Gegen 19 Uhr standen wir vor dem Lokal. Drinnen Musik, Stimmen, Gesang. Wir zögerten kurz, doch Rückzug wäre peinlich gewesen. Also gingen wir hinein.

American Coolness und schwäbische Gastfreundschaft

Kaum hatten wir uns durch die Menge geschoben, erkannten mich einige Kollegen. Mein Freund und ich fanden einen Platz am Tisch. Die Amerikaner begrüßten uns herzlich, als würden wir uns seit Jahren kennen. Noch bevor wir bestellt hatten, stand ein Pils vor mir. Mein Freund bekam auch eins und meinte, es sei wie in Hamburg, nur ohne Astra.

Kulturelle Gespräche und Maultaschen

Ich saß neben meinem Vorgesetzten, dessen Frau neugierig war. Als US‑Amerikanerin sah sie Deutschland mit frischem Blick. Sie sprach über Kuchen und Service, über Bier auf dem Wasen und die fehlenden südamerikanischen Restaurants. Ich lachte und sagte, in Schwaben gebe es Maultaschen statt Tacos.

Drag Queen und Fingerfood

Der Gastgeber griff zum Mikrofon, machte Witze und kündigte eine Drag Queen an. Keine Bühne, nur leicht gedimmtes Licht. Sie bewegte sich singend durch den Raum. Mein Hamburger Freund grinste, als sie ihm zuzwinkerte, und murmelte, ob er nun auf der Reeperbahn sei.

Sprachbarrieren fallen

Fingerfood kam in Wellen. Chicken Wings, Chips, Salate. Ich tanzte mit meiner amerikanischen Gesprächspartnerin und der Drag Queen. Plötzlich sprach mein Freund fließend Englisch. Er lachte, gestikulierte und erzählte von Hamburg, vom Hafen, St. Pauli und den Beatles.

Zwei Sprachen ein Pegel

Jason, ein Hotelangestellter, sprach gebrochen Deutsch. Mein Freund gebrochen Englisch. Je mehr Shots sie teilten, desto flüssiger wurde es. Jason grinste und meinte, zwei Sprachen hätten einen Pegel gefunden.

Letzte Bahn oder erste Bahn

Die ersten Paare verabschiedeten sich, doch wir blieben. Mein Freund und Jason wollten weiter in einen Club, der um Mitternacht öffnete. Ich erinnerte daran, dass die letzte Bahn um 0:45 fuhr. Mein Freund grinste und meinte, dann blieben wir eben bis zur ersten Bahn.

Stuttgart lebt

Wir zogen los, zehn Leute, darunter die Drag Queen. Stuttgart war voller Leben. Doch der Türsteher ließ uns nicht hinein. Zu voll, zu spät. Wir nahmen es sportlich und schafften es noch auf die letzte Bahn.

Magie des Moments

So entwickelte sich Von Hamburg nach Stuttgart: Ein Freundschaftsabend in der Stadt ganz anders als geplant. Wir wollten nur eine Stunde bleiben, doch manchmal muss man sich treiben lassen. Genau darin liegt die Magie des Lebens.

Von Hamburg nach Stuttgart: Ein Freundschaftsabend in der Stadt

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